Hello Hello!

In den letzten Wochen, wenn nicht sogar Monaten, hatte ich stark mit Prokrastination zu kämpfen. Ich habe Dinge aufgeschoben und viel lieber aaaaaalles andere gemacht als die Aufgaben, die anstanden. Selbst Blogposts wurden nach hinten geschoben.

Doch man könnte meinen ich habe meinen Weg gefunden, damit umzugehen und mich richtig zu organisieren. Ich kann mir vorstellen, vielen von euch geht es manchmal auch so, deshalb habe ich heute meine Tipps für euch gesammelt, damit wir gemeinsam Prokrastination keine Chance geben!

Wieso schiebe ich meine Aufgaben auf?

Sich vor der Arbeit zu drücken, kennt jeder sicherlich irgendwo. Irgendwas macht man immer lieber, als die Aufgabe, die man eigentlich erledigen sollte. Um damit umzugehen, habe ich mich gefragt warum genau ich das aufschiebe. Habe ich wirklich keine Lust auf die Aufgabe oder steckt irgendwas anderes dahinter?

Die meisten meiner Aufgaben sind nicht “lästig” oder “nervig”, zum Beispiel einen Post für den Blog schreiben, Fotos zu machen oder mir einen Plan für die Posts aufzustellen, sie machen mir ziemlichen Spaß, genauso die Arbeit für mein Studium, weil mich die Themen sehr interessieren oder auch einfach Sport zu treiben, weil ich mich danach gut fühle. Daher habe ich nach den Gründen dahinter gesucht.

Ich habe für mich zwei grundlegende Arten von Aufschieberitis entdeckt:

#1Der innere Schweinehund lockt uns so mit Bequemlichkeit und tausenden Ausreden, dass wir unser Vorhaben immer auf später verschieben.

#2 Der Berg an Aufgaben und dessen einzelner Umfang ist so gigantisch, dass wir uns schlicht überfordert fühlen.

Die verschiedenen Aufgaben, die auf meiner To-Do Liste stehen, kann ich problemlos in diese zwei Gruppen aufteilen. Mein Vorhaben jeden Morgen mit einem Workout in den Tag zu starten gehört eindeutig in die Kategorie 1. Ich habe jeden Tag eine neue Ausrede gefunden warum ich nicht aufstehen sollte und mich 10 Minuten auf meiner Sportmatte hin und her zubewegen und rumzuhüpfen (mal ganz im Ernst, so sieht das wirklich aus).

Im heutigen Post dreht sich alles um unseren inneren Schweinehund und wie ich es fast immer schaffe gegen die ganzen Ausreden anzukommen und mit Disziplin durchzugreifen.

Sehr erstaunlich, mit welch einer Kreativität wir Ausreden entwickeln, nur um sowas belangloses wie verdammte 10 Minuten Sport zu machen zu umgehen. Mein Tipp gegen diese Art von Aufschieben: Vorbereitung.

Mein Beispiel:

Nach 21 Jahren voller Ausflüchte, warum ich keinen Sport machen sollte, kenne ich mittlerweile meine besten Hits wenn es um Ausreden geht und bin daher top vorbereitet um den Großteil zu umgehen.

Ich habe mir exakt rausgesucht welches Workout ich machen will. Das Video dazu wird am Abend vorher geöffnet, so dass ich morgens nur mein Handy oder meinen Laptop öffnen muss.

Desweiteren lege ich abends bereits Matte und alles was ich brauche (zum Beispiel ein Gewicht und Trinkflasche) hin, dass ich am nächsten Morgen nichts vorbereiten muss.

Was die Kleidung angeht, genieße ich meine Faulheit und mache gleich im Schlafanzug (Schlabbershirt und Jogginghose) Sport. Ich kenne allerdings auch den Tipp bereits in Sportkleidung schlafen zu gehen, um morgens direkt loszulegen, aber ich kann das genauso gut im Schlafanzug machen.

Mein Workout beginnt auch so sanft, dass ich praktisch direkt vom Bett auf meine Sportmatte kugeln kann, inklusive Kissen und dort einfach nur das Video starten muss.

Meine morgendliche Anstrengung geht praktisch fast gegen 0 und mein Schweinehund hat vorerst keine Anhaltspunkte um irgendwelche Ausreden aus dem Hut zu ziehen.

Aber was machst du bei besonderen Umständen?

Da ich auch ab und zu meine Eltern für einige Tage besuche, habe ich jetzt für mich entschieden, auch dort meine Matte mitzunehmen. Alles andere habe ich bereits bei mir beziehungsweise kann ich leicht beschaffen (Ein Gewicht kann ja auch ein Beutel voll mit Büchern sein) und versuche da auch die Regelmäßigkeit nicht zu unterbrechen.

Und wenn du mal wirklich wirklich wirklich nicht willst und keine Lust hast?

In den meisten Fällen, wenn ich absolut schlechte Laune habe und keinen Bock, bin ich dann der Trainer, den niemand haben will und sage mir selbst, dass ich mich für diese 10 Minuten zusammenreißen soll.

Was hilft noch?

Mache dir Routinen und Angewohnheiten zu nutze. Mein Beispiel mit dem Morgen-Workout wird mit der richtigen Disziplin und Regelmäßigkeit irgendwann zur Routine und dann denke ich nicht mehr darüber nach ob ich aus dem Bett kriechen will oder nicht. Allerdings braucht es dafür viel Ausdauer und wie bereits erwähnt: Selbstdisziplin.

Ein weiterer kleiner Trick sind Angewohnheiten. Man kann also an völlig automatisierte Vorgänge, die einmal täglich oder mehrmals täglich stattfinden etwas ranknöpfen. Diesen Tipp habe ich vor kurzem erst selbst gelesen und versuche ihn umzusetzen. Meine Version dieses Tricks: Nach jedem Gang ins Bad einen Liegestütz machen.

Liegestütze sind etwas, was ich so überhaupt gar nicht kann und noch nie konnte. Mit den Besuchen im Fitnessstudio habe ich es soweit geschafft mittlerweile EINEN Liegestütz zu können, was mich auch ziemlich stolz macht. Diese neu angeworbene Fähigkeit mache ich mir zu nutze um das zu üben. Jedes Mal wenn ich also aus dem Bad komme mache ich einen Liegestütz. Da kommt es schon zusammen, dass man mindestens 3-4 Liegestütze am Tag macht, klappt aber auch nur dann, wenn man überwiegend zuhause ist, sonst wird es etwas peinlich.

Also noch einmal meine Tipps zusammengefasst:

  • Bereite dich so gut vor, dass du gar nicht erst dazukommst große Ausflüchte zu erfinden und habe für die gängigsten Ausreden Lösungen parat
  • Mache es dir so einfach wie möglich, dass der Aufwand, kein Hindernis für dich sein wird.
  • Versuche auch an den schweren Tagen dich einfach zusammenzureißen um die Arbeit davor nicht zunichte zu machen.
  • Nutze Routinen und Angewohnheiten um nicht weiter darüber nachdenken zu müssen und alles einfacher zu machen.
  • Nicht vergessen: Du bist auch nur ein Mensch. Überanstrenge dich nicht.

 

Das war mein Teil I zum Thema Prokrastination und meine Tipps zum Thema den inneren Schweinehund zu besiegen!

Im nächsten Teil kümmern wir uns um die böse Aufschiebertis und was wir tun können, wenn wir kein Land mehr sehen bei den Haufen an Aufgaben.

 

Aber jetzt bist du erstmal gefragt: Was tust du um dich trotz inneren Schweinehundes durchzuringen irgendwas zu tun und nicht nur faul auf der Couch rumzulümmeln?
Schreib es mir in die Kommentare! Ich bin gespannt auf deine Tipps! 🙂

Bis zum nächsten Mal!

Lisa ♥

One thought on “Bye Bye Prokrastination Teil I – Gib dem inneren Schweinehund keine Chance!”

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