Wer den Titel liest wird sich wahrscheinlich denken: “Wieso denn harte Arbeit? Glücklich sein kann doch so einfach sein.” Ja und nein. Es gibt Menschen, bei denen sieht es so einfach aus, aber wenn man selbst für sich Tag für Tag entscheidet glücklich zu sein, merkt man erst wie schwer es sein kann.

Die Inspiration kommt von dem gleichnamigen Post von Marie Luise Ritter, die vor einem Jahr darüber auf ihrem Blog und auch auf YouTube sprach. Gerade in dieser Zeit habe ich selbst ein paar dieser Erkenntnisse erworben, aber nicht die richtigen Worte dafür gefunden, so dass ich diese Sachen euch mitgeben könnte. Hier kommst du zu ihrem Post.

Nach einem Jahr sind diese Worte mir immer noch diese Worte im Kopf und ich finde sie haben extrem viel ausgemacht, wie mein 2018 verlaufen ist. Die Wahrheit ist: Glücklich zu sein ist einfach, wenn man dafür hart gearbeitet hat.

Ich sehe oft das Problem, wie mit diesen “Dauernd-Glücklich”-Menschen umgegangen wird:

  • Man kann doch nicht immer glücklich sein, sowas ist doch fake.
  • Bei diesen Optimisten scheint doch eh nur die Sonne aus dem Arsch, bei denen ist alles okay. Wenn die in meinen Schuhen wären, würden die auch nicht mehr so glücklich sein.
  • Diese Menschen sind so naiv, gehen mit einer Rosaroten Brille durchs Leben und ignorieren einfach die Probleme dieser Welt.

Doch dabei ist es gar nicht so:
Glücklich sein ist eine Entscheidung die man jeden Tag für sich selbst trifft.
Glücklich sein heißt nicht, dass immer alles okay ist und das diesen Menschen nie etwas schlechtes passierte oder passieren wird.
Glücklich sein heißt nicht, nur das gute in der Welt und in jedem Menschen zu sehen.

Life is 10% shit that happened, 90% your reaction to it

Und Glücklich zu sein ist anstrengender. Es ist einfacher schlecht drauf zu sein. Es ist leichter die Mundwinkel in der gleichgültigen Position zu lassen, als sie hoch zu ziehen. Meckern ist leichter. Alles schlecht zu reden ist einfacher als sich für andere zu freuen oder etwas positives aus den Situationen zu ziehen, die im Leben auf dich zu kommen.

Aber irgendwie ist glücklich sein auch einfach. Es ist schlicht und ergreifend nur eine Entscheidung, die man für sich immer und immer wieder treffen muss. “Versaut mir das jetzt den Tag, oder ist es mir egal?” 

Ich habe früher einen Ausschnitt von Vera Birkenbihls Vortrag gesehen, in dem es darum ging sich nicht mehr so sehr zu ärgern sondern in dummen Situationen gut gelaunt raus zu gehen. Das Geheimnis: Grinsen. Sie hat behauptet, dass wenn dich jemand 10 Sekunden zum Lachen bringen kann oder du dich selbst 60 Sekunden zum Grinsen “zwingst” aktivierst du damit kleine Rezeptoren in deinem Kopf, die für unsere Glückshormone zuständig sind. Diese werden dann ausgeschüttet und du fühlst dich einfach besser.

Natürlich ist das nicht die ganze Kunst glücklicher zu sein, aber es ist etwas, was du physisch tun kannst.

Der andere Teil findet fast allein in deinem Kopf statt. Du bestimmst, was dich beeinflusst. Egal was du tust, du kannst mit Sicherheit einen positiven Gedanken dabei rausziehen und mit einer positiven Einstellung an das Ganze herangehen. Gründe zum unglücklich sein sind da, aber manchmal wenn man genauer hinsieht, sind die Gründe für das Glücklichsein auch da. 

Wir treffen die Entscheidungen darüber, wer oder was unser Umfeld ist, was uns beeinflusst, was wir tun und was uns den Tag versauen darf und was nicht. 

Mach dein Glück nicht abhängig von Dingen, die du nicht beeinflussen kannst. Das Wetter, Aktion und Reaktion anderer Menschen und all die anderen kleinen Dinge in deiner Umwelt.

Dich beeinflussen mehr die Dinge, die du selbst in der Hand hast: Die aufgeräumte oder nicht aufgeräumte Wohnung, die Kreuze auf deiner To Do Liste, die Tage in denen du nicht Sport gemacht oder dich gesund ernährt hast und vor allem wie du mit Informationen aus deiner Umwelt umgehst.

Und auch auf mich kam schon einiges zu. Erst Anfang diesen Jahres hatte ich mit einer schweren Trennung zu kämpfen, viel Herzschmerz und das ganze drum herum. Ich hätte mich Monate verkriechen können und der Trauerkloß schlechtweg sein können, aber ich habe lieber versucht das positive zu sehen, ich habe nach Dingen gesucht, die mir das Leben zu bieten hat und hab das Schöne versucht zu sehen.

Ich habe nicht einfach aufgehört traurig zu sein, sondern in den ganzen kleinen positiven Dingen Trost gesucht. Jeder Sonnenuntergang in tausend Farben, jedes Lied was mich zum Tanzen brachte und jedes Lachen mit meinen Freunden hat mir da geholfen. Ich war an einem Punkt, an dem ich auch mein Leben “aufgeräumt” hatte und alles hinauswarf, was mich runtergezogen hatte: materielle Sachen, Erinnerungen, Menschen. Ich habe mein Leben sozusagen in die Hand genommen.

Das Einzige was du ändern kannst und was wirklich zählt ist dein Blickwinkel und deine Einstellung zu allem.

Nimm das Leben wie es kommt. 

Du hast die Wahl: Wenn das Leben dir Zitronen schenkt, dann kannst du Limonade draus machen, du kannst auch einfach in die saure Zitrone beißen, du kannst nach Salz und Tequila fragen, du kannst die Zitrone weg werfen oder auch den Saft jemanden in die Augen spritzen.

Die Entscheidung liegt bei dir, was würde dich glücklich machen?

Unterm Strich will ich mit diesem Post sagen, dass du deines eigenen Glückes Schmied bist und wenn du Glücklich sein willst, dann solltest du mit einer positiven Einstellung an die Dinge ran gehen und selbst dein Leben in die Hand nehmen.

Wenn 2019 dein Jahr werden soll, dann mach es dazu.

Wenn du mehr zum Thema glücklich sein lesen willst: Hier kommst du zu 9 Gedankengängen um glücklicher zu sein. 

Bis Morgen!

Lisa ♥

One thought on “Glücklich sein ist harte Arbeit”

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