Hello ihr Lieben!

Auf meinem Instagram Account bekommt ihr regelmäßig Bilder von mir selbst zu sehen, die in den meisten Fällen keine richtigen Selfies sind. Deshalb habe ich schon Fragen bekommen, wie ich diese Bilder denn mache bzw wer mir denn dabei hilft. In 95% der Fälle mache ich sie allein und ich wollte mit euch meine Tipps teilen! 🙂

Das Set Up

Man kann noch so schöne Ideen haben, wie die Bilder werden sollen, wenn im Endeffekt schlechtes Licht ist und der Winkel einfach nur unvorteilhaft ist. Das richtige Set Up ist hier schon die halbe Miete, aber keine Angst, du musst jetzt nicht in den nächsten Laden rennen und mehrere Hundert Euro ausgeben für Equipment.

Die Kamera

Es muss jetzt keine teure Spiegelreflexkamera mit Schwenkdisplay, Wlan und ganz viel Schnick Schnack sein. Früher habe ich schon gerne mit dem Smartphone fotografiert und habe das einfach platziert, Timer eingestellt und dann los geknipst. Zu dem Smartphone-Kameras heutzutage richtig gute Qualität aufweisen und die Bilder sehr hochwertig sein können. Es geht aber im Prinzip fast jede Kamera die du finden kannst.

Meine Revolution von Kameras: Smartphone, Digitalkamera meiner Eltern, meine erste eigene Spiegelreflex.

Das Stativ

Auch hier musst du nicht das teuerste Equipment aufweisen. Das Internet bietet so viele günstige Angebote was Stative angeht, stöbert dort ruhig etwas herum. Sowas wie Selfie-Sticks können auch genau das sein was du brauchst. Die Hauptsache ist, dass die Kamera in einem vorteilhaften Winkel zu dir steht, sonst könnten ungeliebte Körperteile noch mehr betont werden.

Früher hatte ich kein Stativ, ich habe dann einfach das genommen, was ich gefunden habe, ein Hocker und ein paar Schachteln, einen Koffer oder einfach auf den Boden legen. Später habe ich auf dem Dachboden ein altes Kupfer-Stativ gefunden, was mir lange Zeit sehr gut gedient hat, wobei es nicht das Stabilste war.

Mittlerweile benutze ich ein richtige Stativ von Cullman, welches ich letztes Jahr geschenkt bekommen habe und bin wirklich sehr glücklich damit. Gute Stative könnt ihr schon für 50-60€ bekommen.

Das Licht

Gutes Licht ist wichtig für das Bild, den selbst das schönste Motiv kann im Nachhinein nicht durch Bearbeitung gerettet werden. Achte daher auf die Tageszeit und die Lichtverhältnisse in dem Raum in dem du bist. Natürlich gibt es noch Tools die dir dabei helfen könnten wie Softboxen, LED Panels oder Reflektoren, diese gibt es auch bereits ziemlich günstig zu erwerben.

Früher habe ich mich einfach Orte mit tollem Licht gesucht, bzw mit den Lichtverhältnissen die ich gebraucht habe. Heute habe ich auch zur Unterstützung eine Softbox, die aber nicht so oft zum Einsatz kommt.

Hintergrund

Sicherlich möchte man nicht dass der Stapel ungewaschener Wäsche mit im Hintergrund zusehen ist oder generell viele Möbel im Hintergrund, die die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Suche dir daher eine “minimalistisch gestaltete” Umgebung, oder auch schlicht eine weiße Wand und dann kannst du auch schon loslegen.

Ich persönlich mag keine weißen Wände als Hintergrund, da sie meist das eigentliche Motiv sehr dunkel erscheinen lassen. Deswegen habe ich Alternativen gesucht und überlegt, wie ich einen schönen dezenten Hintergrund schaffen könnte.

Die Lösung war für mich als aller erstes eine einfache schwarze Wolldecke an Pinn-Stecker an die Wand zu hängen und mich davor zu stellen. Wenn du dir meinen Instagram Feed ansiehst (@lisamariariedel), dann kannst du erkennen, dass so einige meiner Bilder entstanden sind.

Mit der Zeit und einigen Ausflügen zu IKEA, habe ich noch zusätzliche Stoffe, die ich ebenfalls als Hintergrund nehmen werde um auch Variation reinzubringen. Kleiner Tipp: stöber ab und zu mal in der Fundgrube! 🙂

Einstellungen in der Kamera

Die Einstellungen in der Kamera (sofern möglich) haben natürlich auch viel Einfluss darauf wie das Bild wird. Ganz wichtig ist der Timer/Selbstauslöser, diesen stelle ich, je nach dem wie weit die Kamera von mir entfernt ist, auf 2 oder 10 Sekunden. Wenn die Möglichkeit besteht, empfehle ich dir den Autofokus zu aktivieren, nicht dass du sonst nicht fokussiert und unscharf bist.

Ansonsten versuche die Kamera so einzustellen, wie du sie brauchst, geringe Brennweite (die Zahlen am Objektiv bei Spiegelreflexkameras) Verschlusszeit und Blende entsprechend.

Ich habe dir in diesem Post bereits erklärt, wie so eine Kamera funktioniert und was die ganzen Einstellungen bedeuten.

Kleine Allround Tipps:

Benutze einen Spiegel, in dem du dich von deinem Shooting-Platz gut sehen kannst und regelmäßig abchecken kannst.

Da meine Kamera kein Schwenkdisplay oder Autofokus zu bieten hat, steht hinter meiner Kamera immer dieser Spiegel, damit ich im Display sehen kann, ob ich gut zusehen bin bzw. fokussiert.

Nutze einen großen Gegenstand (Puppe, Kuscheltier, Dekoelement) um die Lichtverhältnisse zu prüfen und gegebenenfalls die Kamera richtig einstellen.

Mach lieber zu viele Fotos als zu wenig und probiere verschiedene Winkel aus. Hier gilt ausnahmsweise nicht direkt, wer die Wahl hat, hat die Qual. Es kam schon oft vor, dass die Bilder sehr vielversprechend aussahen, aber dann im Endeffekt aus einem unvorteilhaften Winkel entstanden sind.

Die Stimmung

Versuche dir vorher zu überlegen, was für Bilder am Ende entstanden sein sollen. Je nach dem was bei raus kommen soll, kannst du dich darauf vorbereiten.

Musik

Musik versetzt mich immer in die richtige Stimmung für sowas. Bei meinen Bildern auf Instagram, die nach Weihnachten und Happiness aussehen, habe ich eine Weihnachtsplaylist angehört, die mich einfach nur fröhlich gemacht hat.

Wenn du sehr selbstbewusst rüberkommen willst, höre die Musik die dich in diese Stimmung versetzt.

Kleidung

Im Endeffekt sollte schon alles stimmig sein, du kannst nicht einen auf Business-Woman (oder Man) machen und dabei deine Jogginghose tragen, vor allem nicht wenn man diese auf dem Bild sieht.

Such dir also Kleidung aus, die dem Stil des Bildes entsprechen soll und in denen du dich wohl fühlst.

Weitere Vorbereitungstipps

Suche dir Inspiration und entscheide ganz genau wie das Bild werden soll

Lese dir Posing Guides durch oder speichere Posen, die du im Internet findest ab um Ideen zu haben, was du auf den Bildern tun könntest.

Je nach dem was es für ein Bild werden soll, trink ein Glas Wein oder eine Tasse Kaffee.

Probiere dich erst einmal aus, damit du ein Gefühl dafür bekommst und dich wohl fühlst. Bilder sind wie Pfannkuchen, die ersten werden immer Mist.

Mach das nur für dich. Denk nicht daran, dass du dieses Bild auf Social Media Posten willst oder der Omi zu Weihnachten schenken willst. Mach das Bild ganz allein für dich, um die beste Version von dir abzubilden und dich schön zu fühlen beim Anblick des Bildes.

 

Für weitere Tipps solltest du UNBEDINGT Christina Key auschecken! Ihre Tipps haben mir damals sehr geholfen und sie gibt eine Menge Low Budget Vorschläge! Außerdem ist sie für mich eine echte Photography-Queen! Check ihre Website hier aus.

Das waren meine Tipps um Fotos allein zu machen! Ich hoffe dir haben die Tipps geholfen! Schreib mir doch mal in die Kommentare was du schon kanntest und was nicht! 🙂

Bis morgen dann!

Lisa ♥

2 thoughts on “Portraits selber machen – Meine Tricks und Tipps”

  1. Hey Lisa,
    danke für diese tollen Tipps😊 Ich bin noch ganz am Anfang in Sachen Fotografie und muss noch sehr viel lernen und üben, deshalb sind fast alle deiner Tipps neu für mich. Ich brauche unbedingt ein richtiges Stativ, meins ist leider Billigsschrott, das eigentlich kaum zu verwenden ist. Außerdem möchte ich das mit den Stoffen ausprobieren. Mal schauen, ob ich eine Wand finde, wo ich die aufhängen könnte…

    Liebste Grüße

    Pascale

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