Hello ihr Lieben!

Die Tage werden kürzer und die Nächte länger.. Auch wenn wir uns bald darauf einstellen können, im Dunklen aufzustehen und im Dunklen ins Bett zu gehen, gibt es wenigstens eine positive Sache an der ganzen Geschichte: Der Sternenhimmel.

Ich weiß, auch der ist nicht immer da, aber besonders in den letzten Tagen oder Wochen, zeigten sich tausend dieser funkelnden Punkte am Himmel. Von meiner Wohnung aus habe ich einen perfekten Blick darauf und bin jedes Mal fasziniert davon.

Schon als kleines Kind haben mich Sterne begeistert und ich fande sie so schön, dass ich sie damals mit der Analog-Kamera meines Vaters einen ganzen Film voll geknipst habe um alles einzufangen. Wie ihr euch vielleicht vorstellen könnt, war der Film voller schwarzer Bilder, da die Kamera nicht die richtigen Lichteinstellungen hatte. Auch der “Nachtmodus” meiner ersten Smartphones oder Digital Kameras konnten nicht die gewünschten Bilder erzeugen.

Aber in der Zeit von preiswerten Spiegelreflex-Kameras und hochwertigen Handykameras ist es nun möglich, dass jeder mit der richtigen Einstellung den Himmel einfangen kann.

In diesem Post will ich dir also zeigen, wie du als Anfänger oder Amateur mit den richtigen Einstellungen Sterne sowohl mit dem Smartphone als auch mit der Kamera fotografieren kannst und wie du sie im Nachhinein bearbeiten kannst um das beste aus den Bildern rauszuholen.

Sterne fotografieren mit der Kamera:

Ich habe eine Canon EOS 1200D Spiegelreflexkamera mit der ich alle meine Bilder knipse und jetzt auch herausgefunden habe, wie man den Nachthimmel gut fotografieren kann um Sterne und Sternenbilder einzufangen.

Ob das auch mit einer digital Kamera funktioniert, kann ich leider nicht sagen, da ich mich nicht damit auskenne, ob eine Digital Kamera die richtigen Einstellungsmöglichkeiten dafür hat. 

Was brauchst du an Equipment?

Zunächst ist ein stabiler Stand für die Kamera wichtig, wir arbeiten mit Einstellungen, bei denen die Kamera sehr empfindlich auf Erschütterungen und Wackelei reagiert und man als Resultat ein verwackeltes Bild hat. Falls ihr also habt: ein Stativ ansonsten müsst ihr die Kamera in eine sichere Position bringen (so ruhige Hände werdet ihr leider nicht haben).

Ich benutze das Revomax 535 RW30, was ich letztes Jahr zu Weihnachten geschenkt bekommen habe.

Da bereits das Betätigen des Auslösers, Erschütterung genug sein kann, empfiehlt es sich den Zeitauslöser zu nutzen oder wenn ihr damit ausgestattet seid, einem Fernauslöser.

Ich greife auf den Zeitauslöser zurück und stelle diesen auf 2 Sekunden.

Desweiteren brauchst du geeignete Lichtverhältnisse. Das bedeutet keine starken Lichtquellen in der Nähe, wie Laternen, Lampen oder Scheinwerfer von Autos.

Meine Wohnung ist im Dachgeschoss, so habe ich vom Balkon aus freie Sicht und keine Laternen, die mir zu stark ins Bild reinscheinen. Ich mache dafür auch alle Lichter aus. Manchmal gehe ich aber auch aufs Feld, weg von vielen Häusern und starkbefahrenen Straßen.

Zu guter letzt: Warme Kleidung, du sollst dich ja schließlich nicht erkälten.

So solltest du die Kamera einstellen:

Als erstes solltest du deine Kamera auf den “Manuellen Modus” schalten. Bei meiner Kamera stellt man diesen am großen Rädchen ein, bei dem unter anderem Landschaftsmodus, Portrait und Nachtmodus ausgewählt werden können. Nach dem also die Kamera auf [ M ] eingestellt ist, kümmern wir uns um Verschlusszeit und Blende.

Die Blende sollte möglichst groß eingestellt werden. Je größer die Zahl an der Blende, desto größer ist der Schärfebereich deiner Kamera. Da wir den Himmel fotografieren wollen und wir daher möglichst viel in unserem Bild scharf fokussiert haben wollen, müssen wir eine dementsprechend große Zahl auswählen.

Die Blende wird meist mit dem einem Wert F(Zahl) dargestellt. Bei meiner Kamera stelle ich den größtmöglichen Wert F22 ein. 

Je größer die Blende, desto dunkler ist das Bild und da wir bei Nacht generell mit gewissen Lichtproblemen zukämpfen haben, müssen wir die nötige Lichteinstellung aus den anderen Komponenten ISO und Verschlusszeit holen.

Den ISO lasse ich gern in solchen Momenten in Ruhe und lasse ihn auf “AUTO” eingestellt. 

Ich kann mir vorstellen die Fotografen Profis schlagen in diesem Moment die Hände vor das Gesicht, aber ich versuche einfach nur Amateur-Wissen weiterzugeben. :D

Bei der Verschlusszeit stellt man ein, wie lang die Blende geöffnet bleibt und kann somit kontrollieren, wie viel Licht von der Kamera aufgenommen wird. Je größer die Verschlusszeit, desto heller das Bild und umgekehrt.

Unser Bild ist schon stark dunkel und braucht daher eine höhere Verschlusszeit um genug Licht aufzunehmen. Ich nehme daher auch hier den höchstmöglichen Wert, bei meiner Kamera sind das 30 Sekunden.

Es gibt auch noch die Funktion selbst zu bestimmen, wie lange die Verschlusszeit andauert, allerdings habe ich durch testen keine Veränderungen gesehen, über 30 Sekunden hinaus das Prozedere dauern zu lassen.

So sieht dann mein Display aus. 

Sterne fotografieren mit dem Smartphone:

Viele der aktuellen Modelle von Smartphones besitzen einen “Profi-Modus” oder “Manuellen Modus” im allgemeinen Kamera-Modus. Nach einer kurzen Umfrage im Bekanntenkreis sind neuere Modelle der “Samsung S..”, “One Plus …” oder “Huawei P…” – Reihe  mit diesem Modus ausgestattet. iPhones besitzen meiner Recherche zufolge nicht diese Einstellung aber angeblich gibt es Apps, die da Abhilfe schaffen könnten.

Auch hier empfehle ich euch die gleichen Bedingungen zu schaffen wie für die Kamera: stabile Umgebung, Timer, warme Kleidung, keine starken Lichtquellen in der Umgebung.

Im Profi-Modus empfehle ich euch als erstes den Auto-Fokus abzustellen. Als nächstes wird hier der ISO auf die höchste Stufe eingestellt und dann das wichtigste: Verschlusszeit. 

Meistens als S dargestellt mit einem Wert von 1/15 oder 1/20. In meinem Fall reicht das schon aus um den Nachthimmel angemessen zu fotografieren, damit man mit den Bildern auch noch etwas anfangen kann.

Das sind meine Resultate: 

Kamera

Smartphone

dav

Bearbeitung:

Die Bilder bearbeite ich auf zwei Weisen mit Photoshop oder mit Bildbearbeitungsapps wie VSCO auf dem Handy.

Im Prinzip arbeite ich aber immer mit den selben Faktoren: Helligkeit, Kontrast, Schärfe/Struktur, Sättigung.

Helligkeit

Die Helligkeit wird so hoch wie möglich geschraubt. Natürlich wird das Bild leichtes Rauschen aufweisen, das wir aber mit Kontrast wieder korrigieren können.

Kontrast

Der Kontrast wird ebenfalls so hoch wie möglich aufgeschraubt, so bleiben die Sterne, die wir mit der Helligkeit hervorgehoben haben erhalten und das Rauschen verschwindet wieder.

Schärfe/Struktur

Auch in Schärfe und Struktur wird mit Extremwerten gearbeitet. Hier werden dann höchstwahrscheinlich viele bunte Punkte zusehen sein, von denen die meisten davon Sterne sind.

Sättigung

Die Sättigung wird runtergesetzt, damit unsere Sterne im hellen Weiß strahlen können.

Mit wiederholter Bearbeitung (oder im Fall von Photoshop mit mehreren Korrekturebenen) kann man das optimalste aus dem Bild herausholen und im besten Fall sogar Sternbilder wunderschön wiedergeben.

Das war’s von mir mit diesem Beitrag. Ich hoffe euch hat dieser Post gefallen. 🙂

Bis zum nächsten Mal!

Lisa ♥

2 thoughts on “Starshunting – Sternenfotographie für Anfänger”

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